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Psychiatrische KlinikAm Anfang bekam fast ausschließlich die psychiatrische Klinik, zu der wir über persönliche Kontakte gekommen waren, die Unterstützung.
Diese Klinik ist groß es sind noch etwa 1500 Betten, vor sechs
Jahren waren es etwa 3000. In diese Klinik gehen Kleidung, Schuhe,
Schwesternkittel, Bettwäsche, Matratzen und Bettdecken, Krankenhausbetten
und Nachttische, Toiletten- und Rollstühle, Desinfektionsmittel,
Waschmittel, Seife, Waschmaschinen, Wäscheschleudern, Kühlschränke
(nicht mehr möglich, es sind nur noch FCKW-freie erlaubt) und
Nähmaschinen. Heute ist dort deutlich zu sehen, daß unsere Sendungen
angekommen sind. Es gibt wieder für jedes Bett Bettwäsche, das
Personal trägt Kittel, die Patienten Kleidung, die wir durch die
Unterstützung vieler Spender schicken konnten. Die Geräte erleichtern
die tägliche Arbeit. Bedürftige Patienten werden bei ihrer Entlassung
neu eingekleidet. Auch Angehörige der Kranken werden bedacht.
Bei Besuchen dort trifft man immer wieder einfache Menschen, die
ihre Dankbarkeit für erwiesene Hilfe ausdrücken. Kinderreiche FamilienDurch direkte Kontakte zu Menschen von dort und Besuche in Charkow
wurden uns allmählich noch andere Nöte bekannt. So schicken wir
seit langem ebenfalls abgestimmt mit Mitarbeitern vor Ort Hilfe
an kinderreiche Familien des Moskauer Stadtbezirkes der Stadt
Charkow und an alleinstehende alte Menschen des gleichen Stadtbezirkes.
Die Hilfsgüter gehen an die entsprechenden Fürsorgestellen. Dort
werden sie von verantwortungsvollen Mitarbeitern in Zusammenarbeit
mit Vertretern der betreuten Bürger kontrolliert verteilt. "TER"-ZentrumDas territoriale Zentrum zur Betreuung alter, alleinstehender
Bürger hat in den letzten Jahren eine Suppenküche eingerichtet.
Gegründet worden war es eigentlich, um alte Menschen kulturell
zu betreuen. Durch die schwierige materielle Lage mußte das Profil
der Arbeit sehr verändert werden. Heute werden die Menschen dort
medizinisch betreut, sie bekommen eine warme Mahlzeit, die aus
Nürnberg finanziert wird, man wäscht die Wäsche für die, die es
brauchen und es besteht die Möglichkeit, dort etwas zu nähen. Deutsche in CharkowIn Charkow haben sich in den letzten Jahren eine deutsche Gesellschaft und eine deutsche Gemeinde gebildet. Viele Menschen dort, die Deutsche sind, können sich erstmals wieder versammeln und die vergessene oder noch nie gelernte ?Muttersprache? erlernen. Wir konnten sie mit Deutschlehrbüchern, einem kleinen Grundstock für eine deutsche Bibliothek und Gesangbüchern für den Gottesdienst unterstützen. Auch etwas Kleidung haben sie bekommen. GefängnisSeit dem ersten Besuch in Charkow bestanden Kontakte zum Gefängnis. Dorthin sind ein paar Nähmaschinen gegangen, die dazu dienen sollen, Gefangenen Arbeit zu geben. Eine Baptisten-Gemeinde, die Kontakte zu dieser Einrichtung pflegt, bekommt einige Kartons Kleidung und Schuhe. Damit können sie nach ihrem Ermessen Entlassene einkleiden, ihnen zum Neuanfang etwas in die Hand geben oder Kleidung in das Gefängnis bringen. Gymnasium für blinde und sehschwache KinderVor zwei Jahren wurden wir gebeten, mitgeschickte Musikinstrumente in das Gymnasium für blinde und sehschwache Kinder zu geben. Wir konnten uns davon überzeugen, daß dort eine sehr effektive und engagierte Arbeit geschieht und würden gern auch in Zukunft ein wenig helfen je nach Möglichkeit mit Beiträgen zu einer Hörbücherei in Deutsch oder mit Musikinstrumenten. GemeindeIn der großen, zentralen Charkower Baptisten-Gemeinde haben wir
inzwischen Partner gefunden, die unsere Sendungen annehmen, alle
Formalitäten erledigen und alles verantwortlich an die Empfänger
weiterleiten. Diese Gemeinde unterstützen wir hauptsächlich in
ihrer sozialen Arbeit. Hier werden Kleidung, Schuhe, Bettwäsche
und Bettdecken, Seife, Waschmittel und Haushaltsgeräte an die
bedürftigsten Mitglieder verteilt. Die Gemeinde bringt jedesmal
einige Sachen in Kinderheime und ein Kindergefängnis, die sie
regelmäßig besuchen. Aus von uns geschickten Materialien entstehen
Kinderkleidung und Socken für alte alleinstehende Menschen, die
Frauen aus der Gemeinde dann auch entsprechend verteilen. Gelegentliche KontakteWenn wir besonders viele Krankenhausbetten, Rollstühle und Toilettenstühle
bekommen, geben wir sie auch an andere Krankenhäuser, z.B. an
die Urologie und die Orthopädie. Kontakte nach CharkowKontakte zwischen Charkow und Lobetal bestehen brieflich und durch
etliche Besuche hier und dort. Mikolajew bei Lwow |
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