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 Psychiatrische Klinik

Am Anfang bekam fast ausschließlich die psychiatrische Klinik, zu der wir über persönliche Kontakte gekommen waren, die Unterstützung. Diese Klinik ist groß es sind noch etwa 1500 Betten, vor sechs Jahren waren es etwa 3000. In diese Klinik gehen Kleidung, Schuhe, Schwesternkittel, Bettwäsche, Matratzen und Bettdecken, Krankenhausbetten und Nachttische, Toiletten- und Rollstühle, Desinfektionsmittel, Waschmittel, Seife, Waschmaschinen, Wäscheschleudern, Kühlschränke (nicht mehr möglich, es sind nur noch FCKW-freie erlaubt) und Nähmaschinen. Heute ist dort deutlich zu sehen, daß unsere Sendungen angekommen sind. Es gibt wieder für jedes Bett Bettwäsche, das Personal trägt Kittel, die Patienten Kleidung, die wir durch die Unterstützung vieler Spender schicken konnten. Die Geräte erleichtern die tägliche Arbeit. Bedürftige Patienten werden bei ihrer Entlassung neu eingekleidet. Auch Angehörige der Kranken werden bedacht. Bei Besuchen dort trifft man immer wieder einfache Menschen, die ihre Dankbarkeit für erwiesene Hilfe ausdrücken.
Für Speiseräume konnten wir Stühle schicken.
Auf etlichen Stationen stehen inzwischen verstellbare Krankenhausbetten und Toilettenstühle - eine große Erleichterung in der dortigen Situation.
Am Anfang haben wir Lebensmittel auf eine Station geschickt. Das wurde immer schwieriger. Durch kontinuierliche Geldspenden haben wir nun die Möglichkeit, auf zwei Stationen im Krankenhaus dazu beizutragen, daß Patienten und Mitarbeiter am Tag eine zusätzliche Portion bekommen. Anfangs waren das ein Brötchen mit Butter und eine Tasse Tee mit Zucker, inzwischen ist zum Abend eine warme Mahlzeit dazugekommen (Buchweizenbrei, etwas Suppenfleisch, Nudeln o.ä.). Gelegentlich gab es noch Vitaminbrause dazu. Was die Mitarbeiter dort kaufen, stimmen sie miteinander sehr verantwortlich ab. Sie kennen die Preise, womit man die Patienten am besten und billigsten und entsprechend ihren Vorschriften ernähren kann.
Zu Festen gibt es auch mal etwas besonderes, wenn auch im bescheidenen Rahmen, um einerseits die Mittel nicht zu sehr zu strapazieren, aber andererseits den Menschen doch eine Freude zu machen.

Kinderreiche Familien

Durch direkte Kontakte zu Menschen von dort und Besuche in Charkow wurden uns allmählich noch andere Nöte bekannt. So schicken wir seit langem ebenfalls abgestimmt mit Mitarbeitern vor Ort Hilfe an kinderreiche Familien des Moskauer Stadtbezirkes der Stadt Charkow und an alleinstehende alte Menschen des gleichen Stadtbezirkes. Die Hilfsgüter gehen an die entsprechenden Fürsorgestellen. Dort werden sie von verantwortungsvollen Mitarbeitern in Zusammenarbeit mit Vertretern der betreuten Bürger kontrolliert verteilt.
So haben schon etliche kinderreiche Familien Wasch- und Nähmaschinen bekommen können. Zu Weihnachten gab es Geschenke für die Kinder und etwa zweimal im Jahr Kleidung. Die Fürsorger dort kennen die Familien persönlich. Es existieren Listen aller kinderreichen Familien, die ständig auf dem laufenden gehalten werden. So können sie dort viel besser die Sachen einsetzen und verteilen, als wir es je könnten. Wir freuen uns, daß damit auch die Mitarbeiter ermutigt werden, da sie jetzt bedürftigen Familien besser und effektiver helfen können.

"TER"-Zentrum

Das territoriale Zentrum zur Betreuung alter, alleinstehender Bürger hat in den letzten Jahren eine Suppenküche eingerichtet. Gegründet worden war es eigentlich, um alte Menschen kulturell zu betreuen. Durch die schwierige materielle Lage mußte das Profil der Arbeit sehr verändert werden. Heute werden die Menschen dort medizinisch betreut, sie bekommen eine warme Mahlzeit, die aus Nürnberg finanziert wird, man wäscht die Wäsche für die, die es brauchen und es besteht die Möglichkeit, dort etwas zu nähen.
Wir konnten die Arbeit mit einer Bügelmaschine, mit Geschirr, Nähmaschinen, Garn und Stoffen unterstützen. Außerdem bekommen sie aus unseren Sendungen Kleidung, Schuhe und Bettwäsche zur Verteilung an diese Menschen, die von einer sehr schmalen und unregelmäßig gezahlten Rente oft nicht einmal ihre Miete bezahlen können, weil sie sonst verhungern würden.

Deutsche in Charkow

In Charkow haben sich in den letzten Jahren eine deutsche Gesellschaft und eine deutsche Gemeinde gebildet. Viele Menschen dort, die Deutsche sind, können sich erstmals wieder versammeln und die vergessene oder noch nie gelernte ?Muttersprache? erlernen. Wir konnten sie mit Deutschlehrbüchern, einem kleinen Grundstock für eine deutsche Bibliothek und Gesangbüchern für den Gottesdienst unterstützen. Auch etwas Kleidung haben sie bekommen.

Gefängnis

Seit dem ersten Besuch in Charkow bestanden Kontakte zum Gefängnis. Dorthin sind ein paar Nähmaschinen gegangen, die dazu dienen sollen, Gefangenen Arbeit zu geben. Eine Baptisten-Gemeinde, die Kontakte zu dieser Einrichtung pflegt, bekommt einige Kartons Kleidung und Schuhe. Damit können sie nach ihrem Ermessen Entlassene einkleiden, ihnen zum Neuanfang etwas in die Hand geben oder Kleidung in das Gefängnis bringen.

Gymnasium für blinde und sehschwache Kinder

Vor zwei Jahren wurden wir gebeten, mitgeschickte Musikinstrumente in das Gymnasium für blinde und sehschwache Kinder zu geben. Wir konnten uns davon überzeugen, daß dort eine sehr effektive und engagierte Arbeit geschieht und würden gern auch in Zukunft ein wenig helfen je nach Möglichkeit mit Beiträgen zu einer Hörbücherei in Deutsch oder mit Musikinstrumenten.

Gemeinde

In der großen, zentralen Charkower Baptisten-Gemeinde haben wir inzwischen Partner gefunden, die unsere Sendungen annehmen, alle Formalitäten erledigen und alles verantwortlich an die Empfänger weiterleiten. Diese Gemeinde unterstützen wir hauptsächlich in ihrer sozialen Arbeit. Hier werden Kleidung, Schuhe, Bettwäsche und Bettdecken, Seife, Waschmittel und Haushaltsgeräte an die bedürftigsten Mitglieder verteilt. Die Gemeinde bringt jedesmal einige Sachen in Kinderheime und ein Kindergefängnis, die sie regelmäßig besuchen. Aus von uns geschickten Materialien entstehen Kinderkleidung und Socken für alte alleinstehende Menschen, die Frauen aus der Gemeinde dann auch entsprechend verteilen.
Gelegentlich bekommen sie Material für die Sonntagsschule, die Jugendarbeit und Bücher zur Ausbildung ihrer Prediger.
Wenn es uns möglich ist, schicken wir finanzielle Mittel zur Unterstützung einiger ärmster Mitglieder (u. a. schwangere Frauen, Kranke, die eine Operation brauchen) in die Gemeinde. Davon werden auch Lebensmittel gekauft.

Gelegentliche Kontakte

Wenn wir besonders viele Krankenhausbetten, Rollstühle und Toilettenstühle bekommen, geben wir sie auch an andere Krankenhäuser, z.B. an die Urologie und die Orthopädie.
Herausgabe eines Lehrbuches
Der Arzt, der uns hier durch seinen Rat unterstützt, hat mit seiner Frau ein Handbuch über moderne Behandlungsstrategien bei Epilepsien übersetzt. Aus unserer Gemeinde kam die Spende, die den Druck dieses Buches in russischer Sprache im wesentlichen ermöglichte. Es wurde an junge Ärzte in der Weiterbildung kostenlos verteilt.

Kontakte nach Charkow

Kontakte zwischen Charkow und Lobetal bestehen brieflich und durch etliche Besuche hier und dort.
Durch Dia- und Videovorträge in Gemeinden und Schulen versuchen wir, nicht nur Spenden zu werben, sondern auch zum gegenseitigen Kennenlernen und Verstehen beizutragen.

Mikolajew bei Lwow

Ein Wohltätigkeitsverein, gegründet von zwei Priestern der orthodoxen Kirche, hat um Unterstützung gebeten. Der Verein setzt sich mit guten Ideen und hohem Engagement für die Menschen in dieser Region ein. Gebraucht wird alles. Besonders willkommen sind Dinge, die helfen, einen Arbeitsplatz einzurichten: , z.B. Werkzeug, Näh- und Strickmaschinen, Computer.

Baptistenkirche in Jalta, Charkow und Poltava

Viele Gemeinden kümmern sich besonders um Kinder und Jugendliche, besuchen sie in Heimen, gestalten Programme für sie. Ein anderer Schwerpunkt sind medizinische Einsätze auf den Dörfern, wo sonst kein Arzt hinkommt. Die Lebensbedingungen unvorstellbar hart. Viele Menschen frieren im Winter längst nicht alle Wohnungen sind heizbar. Auch hier ist jede Hilfe willkommen!
Besondere Träume: Ein Traktor zum Verleihen auf den Dörfern der Krim, eine mobile Zahnarzteinheit für den Einsatz in der Umgebung von Poltava.

Baptistenkirche in Poltava

Eine Kirche am Rande der Stadt mit großer Wirkung. Christliche Radiosendungen für den Regionalsender werden hier gestaltet. Eine Gruppe gehörloser Menschen hat eine Anlaufstelle und ausgebildete Übersetzer. Kinder werden eingeladen zu Spielen und Unterricht, Waisenkinder, die bei Großeltern leben, betreut. Eine kleine Tischlereiwerkstatt neben der Kirche Saatkorn für ein größeres Unternehmen, in dem Menschen Arbeit und Brot finden und mit deren Gewinnen die Sozialarbeit der Kirche finanziert werden kann? Ein dringender Wunsch: ein Familienkinderheim bauen für Kinder, die sonst keine Hoffnung haben.

 

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