Eine kleine Reiseimpression:
Das Foto oben habe ich im Oktober aufgenommen. Solche Straßenverkäufe gibt es an vielen Orten der Ukraine, manchmal auch direkt vor dem Haus des Erzeugers.
Hier gibt es Kartoffeln, Äpfel, Birnen, die Früchte auch getrocknet, Nüsse in Schale oder schon geknackt, auch eingelegt in Honig. Es gibt „Sala“, den zarten ukrainischen Speck, selbstgepresstes Öl aus gerösteten Sonnenblumenkernen, und „Chalva“ – ein süßes Produkt aus den Rückständen der Pressung.
An anderen Orten verdienen sich Leute mit der Herstellung und dem Verkauf von Korbwaren, Blumen, Krebsen, Fisch, selbstgebundene Besen und Saunareisig, Pilzen oder Sahne, Eiern und Quark ihren Lebensunterhalt.
Interessant finde ich, dass diese Produkte schwerpunktmäßig auftreten: In zwei Orten nebeneinander gibt es reichlich Blumen – dann findet man hunderte Kilometer keine derartigen Angebote mehr am Straßenrand. Das gilt auch für die Korbwaren. Und den Fisch, die Krebse...

verfasst von Elisabeth Kunze

Der Chefarzt der psychiatrischen Klinik schreibt:
Am 13.11.13 erhielt ich aus dem Zolllager die von Ihnen geschickte humanitäre Hilfe. Die Matratzen sind in sehr gutem Zustand - wir brauchen sie sehr!
Gute Möbel sind das für Büros, Beratungsraum und Labor.
Mit den Nähmaschinen werden wir uns beschäftigen. Wir bitten einen Meister, sie einzurichten.
Für alles großen Dank.

Guten Tag, liebe Freunde!

Mit großer Dankbarkeit schreiben Ihnen die Eltern der kleinen Patienten aus der Kinderklinik des Professor Systenko Institutes für Orthopädie in Charkow, Ukraine.

In den Mauern dieses Gebäudes vereint uns alle ein Unglück: Die Krankheit, an der unsere Kinder leiden.

Wir kommen aus den unterschiedlichsten Regionen der Ukraine. Manche von uns kommen oft, auch schon seit der Geburt ihrer Kinder, manche jedes Jahr zur Behandlung. Oft müssen wir lange mit unseren Kindern hier bleiben - bis zu ein, zwei Monaten, besonders, wenn unsere Kinder operiert werden.

Wir waren unglaublich froh und glücklich, als wir jetzt wieder ins Krankenhaus mussten und in die uns bekannten Krankenzimmer kamen: wir sahen neue Betten, Nachttische, Rollstühle, Gehwagen, und viele andere nützliche Sachen.

Auf der Kinderabteilung für Orthopädie des Institutes arbeiten sehr gute Ärzte, die ihre Arbeit lieben. Als wir sie fragten, was passiert ist und woher diese Sachen kommen, haben sie mit Stolz und Hochachtung erzählt, dass all diese wertvollen und so notwendigen Sachen uns aus Deutschland gebracht worden sind, um uns in dieser nicht leichten Zeit zu helfen und die Behandlung von Kindern aus der ganzen Ukraine zu unterstützen.

Wir, die Eltern und Kinder, möchten Ihrem ganzen Kollektiv von ganzem Herzen danken für Ihre großzügige und edle Hilfe. Die von Ihnen übergebene Hilfe ist wirklich unschätzbar für uns, unsere Kinder und das Personal des Institutes.

Wir sind darüber hinaus davon überzeugt, dass Sie mit Ihrem Tun ein würdiges, edles Beispiel geben, woran wir uns erinnern und dem wir nacheifern werden.

Wir wünschen uns, das diese unsere Worte weitergegeben werden an alle, die sich beteiligt haben an dieser wohltätigen Aktion.

Wir alle wissen, wie schwer es in dieser Zeit ist, Kraft und Zeit für gute Taten zu finden. Sie haben viel Gutes für uns und unsere Kinder getan, dafür danken wir Ihnen sehr!

Sehr gern laden wir Sie und Ihre Kollegen zu uns ein! Wir hoffen auf ein baldiges Treffen!

Hochachtungsvoll

die Eltern und Kinder aus der orthopädischen Kinderklinik des Institutes

Übersetzung Elisabeth Kunze

Vom 28.09. bis 11.10.2013 war ich unterwegs durch die Ukraine. Mein Ziel: Mit unseren Partnern unsere weitere Zusammenarbeit zu erörtern.

In der Ukraine wurden vor einem Jahr die alten Verwaltungsstrukturen zur Genehmigung der humanitären Hilfe annulliert und nach einiger Zeit neue angebahnt. Dazwischen gab es eine Zeit, in der nichts lief. Aus dieser Zeit stehen zwei unserer Lieferungen noch immer unter Plombe, dürfen nicht verteilt werden.

Im März / April diesen Jahres liefen die neuen Verfahren an. Bis heute gibt es Unregelmäßigkeiten, erhebliche Schwierigkeiten für die Empfänger.

In den letzten 12 Monaten haben wir 24 Hilfsgüterlieferungen in die Ukraine auf den Weg gebracht.

Die Hälfte davon ist glücklicherweise gut verteilt worden. Diese Empfänger berichten davon, dass unsere Hilfe begeistert aufgenommen wird.

Bei den übrigen Lieferungen dauern die Verfahren an.

Haben unsere Partner noch den Mut, weiter zu machen?

Ja!
Alle hoffen darauf, dass es bald eine entscheidende Verbesserung geben wird und alle humanitäre Hilfe wieder kurzfristig ihr Ziel erreicht.

Unsere Hilfe wird dringend benötigt.
Unsere Partner bitten uns, nicht aufzugeben!

 

Liebe Freunde,

herzlich danken wir Ihnen für Ihre Geld- und Sachspenden!

Heute schicke ich Ihnen einen Gruß, den wir hier vor einigen Tagen aus Volotshisk erhalten haben.

Die Pastoren Vladimir und Iwan schreiben:

„Wir danken Ihnen für die materielle Unterstützung für den Sommer 2013. Möge der Herr es Ihnen hundertfältig vergelten, Ihnen, Ihrem Haus und für den Dienst, den Sie in Seinem Namen führen! Möge Er Ihnen allen, die Sie daran beteiligt sind, die Tage Seiner Gnade verlängern, dass Sie auch in Zukunft gute Frucht bringen können.
Wir freuen uns, dass durch Ihre Mitwirkung und unter der Leitung des Heiligen Geistes
ein Team aus den Baptistenkirchen in zwei Dörfern segensreiche Kinderprogramme durchführen konnte.
Durch Ihre Gebete und die Gebete vieler Heiliger hat der Herr wunderbare Gemeinschaft und gute Anleitung für die jungen Herzen bewirkt.
Die physische Nahrung, die durch Ihre Unterstützung erworben werden konnte, hat die Kinder gestärkt.
Wir schicken einige Fotos, damit auch Sie herzlich ermuntert werden und unseren Herrn und Retter preisen können.
Wir wünschen Ihnen Gottes Segen. Gehen Sie Ihren Weg in Freude!“

Wir schließen uns diesem Dank und den Wünschen an.

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Kunze und das Team der Ukraine-Hilfe Lobetal

Übersetzung eines Facebookeintrages von Svetlana aus Dneprpetrovsk:
Ich möchte meinen Freunden in Russland und den Brüdern und Schwestern im Herrn Jesus Christus mitteilen, das bei uns in der Ukraine alles ruhig ist. Dass die Regierung ausgetauscht wurde - das unterstützen 90 % der Bevölkerung. Wir hatten einen Präsidenten - der ist ein Dieb. Unternehmern haben sie ihr Geschäft weggenommen, sie haben den umgebracht, der es nicht abgab, und es dann geraubt.
Jetzt haben alle vor Erleichterung aufgeatmet.
Bei uns gibt es keine Demütigung von Russen oder anderer Nationalitäten. Gestern habe ich im Internet das erste Mal gelesen, was Eure Medien schreiben - das ist alles aus dem Bereich der Fiktion. Ich kann nicht mal sagen, das entspricht nicht der Wahrheit - soweit ist das davon entfernt. Das ist Fantasie, Fiktion! Ich verstehe nicht, wie man sich so etwas ausdenken kann. Das ist eine teuflische Strategie!

Wir Christen sollten uns im Gebet vereinen. Betet für uns. Grüßt Eure Kirchen von den Christen der Stadt Dneprpetrovsk. Der Herr möge Euch reich segnen!

Übersetzung Elisabeth Kunze

Hier der Orginaltext:

Я хотела сообщить своим друзьям в России и родным братьям и сестрам по крови Иисуса Христа, что у нас на Украине, все спокойно. То что произошло замена руководства страны, то это поддерживают 90% населения. У нас был президент - вор. У людей забирали бизнеса, людей убивали, если не отдавали бизнес, и грабили. Сейчас все облегченно вздохнули. У нас нет унижения ни русских, ни других национальностей. Я вчера в интернете первый раз прочитала, что пишут ваши СМИ, это просто из мира фантастики, я даже уже не могу сказать, что это не соответствует действительности, п.ч. это фантастика. Я не понимаю как можно такое придумывать. Все это стратегия дьявола. А мы христиане должны объединиться в молитве. Молитесь за нас. Передавай привет в ваших Церквах от христиан г. Днепропетровска. Благословений обильных от Господа.

Brief aus einer kleinen Stadt im Nordosten der Ukraine:

Ich danke für Ihren Brief und besonders für Ihre Sorge um uns. Danke für Ihre Gebete.
Die Revolution in der Ukraine hat uns persönlich praktisch nicht berührt. In unseren kleinen Städtchen gab es kein Blut und keine Kämpfe. Es gab ein paar friedliche Versammlungen, jemand hat das Lenindenkmal mit Farbe übergossen. Und das war alles, was wir hier erlebt haben.
Aber in Kiew sind wirklich Menschen umgekommen. In unseren Kirchen haben alle sehr viel für die politische Lage in der Ukraine gebetet.
Durch Gottes Gnade begann die Stabilisierung unseres Landes, das Blutvergießen hörte auf, eine neue Regierung wurde aufgestellt. Wir atmeten erleichtert auf.
Aber heute sind wir wieder in Angst. Russland entfesselt einen Krieg mit der Ukraine. Russische Truppen sind schon auf der Krim. Wir wohnen an der Grenze zu Russland, wie es weitergeht, wissen wir nicht. Möglicherweise wird es sehr viel Blut geben. Als Menschen haben wir Angst. Als Christen hoffen wir auf Gott. Manchmal siegt die Angst, manchmal die Hoffnung.
Betet für uns. Wir glauben, dass diese Welt nicht von Putin, nicht von Obama und nicht vom Satan regiert wird, sondern von Gott. Auch die Situation in unserem Land ist in Seinen Händen.
Mein Herz ist mit Dankbarkeit erfüllt dafür, dass Sie, die Sie in Deutschland wohnen, Gutes tun wollen für unsere Leute. Vieles haben Sie schon getan. Dafür sind wir Ihnen von Herzen dankbar.
Jetzt ist es unsere große Bitte: Betet für die Ukraine.