Guten Tag, liebe Freunde!

Mit großer Dankbarkeit schreiben Ihnen die Eltern der kleinen Patienten aus der Kinderklinik des Professor Systenko Institutes für Orthopädie in Charkow, Ukraine.

In den Mauern dieses Gebäudes vereint uns alle ein Unglück: Die Krankheit, an der unsere Kinder leiden.

Wir kommen aus den unterschiedlichsten Regionen der Ukraine. Manche von uns kommen oft, auch schon seit der Geburt ihrer Kinder, manche jedes Jahr zur Behandlung. Oft müssen wir lange mit unseren Kindern hier bleiben - bis zu ein, zwei Monaten, besonders, wenn unsere Kinder operiert werden.

Wir waren unglaublich froh und glücklich, als wir jetzt wieder ins Krankenhaus mussten und in die uns bekannten Krankenzimmer kamen: wir sahen neue Betten, Nachttische, Rollstühle, Gehwagen, und viele andere nützliche Sachen.

Auf der Kinderabteilung für Orthopädie des Institutes arbeiten sehr gute Ärzte, die ihre Arbeit lieben. Als wir sie fragten, was passiert ist und woher diese Sachen kommen, haben sie mit Stolz und Hochachtung erzählt, dass all diese wertvollen und so notwendigen Sachen uns aus Deutschland gebracht worden sind, um uns in dieser nicht leichten Zeit zu helfen und die Behandlung von Kindern aus der ganzen Ukraine zu unterstützen.

Wir, die Eltern und Kinder, möchten Ihrem ganzen Kollektiv von ganzem Herzen danken für Ihre großzügige und edle Hilfe. Die von Ihnen übergebene Hilfe ist wirklich unschätzbar für uns, unsere Kinder und das Personal des Institutes.

Wir sind darüber hinaus davon überzeugt, dass Sie mit Ihrem Tun ein würdiges, edles Beispiel geben, woran wir uns erinnern und dem wir nacheifern werden.

Wir wünschen uns, das diese unsere Worte weitergegeben werden an alle, die sich beteiligt haben an dieser wohltätigen Aktion.

Wir alle wissen, wie schwer es in dieser Zeit ist, Kraft und Zeit für gute Taten zu finden. Sie haben viel Gutes für uns und unsere Kinder getan, dafür danken wir Ihnen sehr!

Sehr gern laden wir Sie und Ihre Kollegen zu uns ein! Wir hoffen auf ein baldiges Treffen!

Hochachtungsvoll

die Eltern und Kinder aus der orthopädischen Kinderklinik des Institutes

Übersetzung Elisabeth Kunze

Vom 28.09. bis 11.10.2013 war ich unterwegs durch die Ukraine. Mein Ziel: Mit unseren Partnern unsere weitere Zusammenarbeit zu erörtern.

In der Ukraine wurden vor einem Jahr die alten Verwaltungsstrukturen zur Genehmigung der humanitären Hilfe annulliert und nach einiger Zeit neue angebahnt. Dazwischen gab es eine Zeit, in der nichts lief. Aus dieser Zeit stehen zwei unserer Lieferungen noch immer unter Plombe, dürfen nicht verteilt werden.

Im März / April diesen Jahres liefen die neuen Verfahren an. Bis heute gibt es Unregelmäßigkeiten, erhebliche Schwierigkeiten für die Empfänger.

In den letzten 12 Monaten haben wir 24 Hilfsgüterlieferungen in die Ukraine auf den Weg gebracht.

Die Hälfte davon ist glücklicherweise gut verteilt worden. Diese Empfänger berichten davon, dass unsere Hilfe begeistert aufgenommen wird.

Bei den übrigen Lieferungen dauern die Verfahren an.

Haben unsere Partner noch den Mut, weiter zu machen?

Ja!
Alle hoffen darauf, dass es bald eine entscheidende Verbesserung geben wird und alle humanitäre Hilfe wieder kurzfristig ihr Ziel erreicht.

Unsere Hilfe wird dringend benötigt.
Unsere Partner bitten uns, nicht aufzugeben!

 

Liebe Freunde,

herzlich danken wir Ihnen für Ihre Geld- und Sachspenden!

Heute schicke ich Ihnen einen Gruß, den wir hier vor einigen Tagen aus Volotshisk erhalten haben.

Die Pastoren Vladimir und Iwan schreiben:

„Wir danken Ihnen für die materielle Unterstützung für den Sommer 2013. Möge der Herr es Ihnen hundertfältig vergelten, Ihnen, Ihrem Haus und für den Dienst, den Sie in Seinem Namen führen! Möge Er Ihnen allen, die Sie daran beteiligt sind, die Tage Seiner Gnade verlängern, dass Sie auch in Zukunft gute Frucht bringen können.
Wir freuen uns, dass durch Ihre Mitwirkung und unter der Leitung des Heiligen Geistes
ein Team aus den Baptistenkirchen in zwei Dörfern segensreiche Kinderprogramme durchführen konnte.
Durch Ihre Gebete und die Gebete vieler Heiliger hat der Herr wunderbare Gemeinschaft und gute Anleitung für die jungen Herzen bewirkt.
Die physische Nahrung, die durch Ihre Unterstützung erworben werden konnte, hat die Kinder gestärkt.
Wir schicken einige Fotos, damit auch Sie herzlich ermuntert werden und unseren Herrn und Retter preisen können.
Wir wünschen Ihnen Gottes Segen. Gehen Sie Ihren Weg in Freude!“

Wir schließen uns diesem Dank und den Wünschen an.

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Kunze und das Team der Ukraine-Hilfe Lobetal

Übersetzung eines Facebookeintrages von Svetlana aus Dneprpetrovsk:
Ich möchte meinen Freunden in Russland und den Brüdern und Schwestern im Herrn Jesus Christus mitteilen, das bei uns in der Ukraine alles ruhig ist. Dass die Regierung ausgetauscht wurde - das unterstützen 90 % der Bevölkerung. Wir hatten einen Präsidenten - der ist ein Dieb. Unternehmern haben sie ihr Geschäft weggenommen, sie haben den umgebracht, der es nicht abgab, und es dann geraubt.
Jetzt haben alle vor Erleichterung aufgeatmet.
Bei uns gibt es keine Demütigung von Russen oder anderer Nationalitäten. Gestern habe ich im Internet das erste Mal gelesen, was Eure Medien schreiben - das ist alles aus dem Bereich der Fiktion. Ich kann nicht mal sagen, das entspricht nicht der Wahrheit - soweit ist das davon entfernt. Das ist Fantasie, Fiktion! Ich verstehe nicht, wie man sich so etwas ausdenken kann. Das ist eine teuflische Strategie!

Wir Christen sollten uns im Gebet vereinen. Betet für uns. Grüßt Eure Kirchen von den Christen der Stadt Dneprpetrovsk. Der Herr möge Euch reich segnen!

Übersetzung Elisabeth Kunze

Hier der Orginaltext:

Я хотела сообщить своим друзьям в России и родным братьям и сестрам по крови Иисуса Христа, что у нас на Украине, все спокойно. То что произошло замена руководства страны, то это поддерживают 90% населения. У нас был президент - вор. У людей забирали бизнеса, людей убивали, если не отдавали бизнес, и грабили. Сейчас все облегченно вздохнули. У нас нет унижения ни русских, ни других национальностей. Я вчера в интернете первый раз прочитала, что пишут ваши СМИ, это просто из мира фантастики, я даже уже не могу сказать, что это не соответствует действительности, п.ч. это фантастика. Я не понимаю как можно такое придумывать. Все это стратегия дьявола. А мы христиане должны объединиться в молитве. Молитесь за нас. Передавай привет в ваших Церквах от христиан г. Днепропетровска. Благословений обильных от Господа.

Brief aus einer kleinen Stadt im Nordosten der Ukraine:

Ich danke für Ihren Brief und besonders für Ihre Sorge um uns. Danke für Ihre Gebete.
Die Revolution in der Ukraine hat uns persönlich praktisch nicht berührt. In unseren kleinen Städtchen gab es kein Blut und keine Kämpfe. Es gab ein paar friedliche Versammlungen, jemand hat das Lenindenkmal mit Farbe übergossen. Und das war alles, was wir hier erlebt haben.
Aber in Kiew sind wirklich Menschen umgekommen. In unseren Kirchen haben alle sehr viel für die politische Lage in der Ukraine gebetet.
Durch Gottes Gnade begann die Stabilisierung unseres Landes, das Blutvergießen hörte auf, eine neue Regierung wurde aufgestellt. Wir atmeten erleichtert auf.
Aber heute sind wir wieder in Angst. Russland entfesselt einen Krieg mit der Ukraine. Russische Truppen sind schon auf der Krim. Wir wohnen an der Grenze zu Russland, wie es weitergeht, wissen wir nicht. Möglicherweise wird es sehr viel Blut geben. Als Menschen haben wir Angst. Als Christen hoffen wir auf Gott. Manchmal siegt die Angst, manchmal die Hoffnung.
Betet für uns. Wir glauben, dass diese Welt nicht von Putin, nicht von Obama und nicht vom Satan regiert wird, sondern von Gott. Auch die Situation in unserem Land ist in Seinen Händen.
Mein Herz ist mit Dankbarkeit erfüllt dafür, dass Sie, die Sie in Deutschland wohnen, Gutes tun wollen für unsere Leute. Vieles haben Sie schon getan. Dafür sind wir Ihnen von Herzen dankbar.
Jetzt ist es unsere große Bitte: Betet für die Ukraine.

Wir sind sehr dankbar, dass Sie an uns denken und für uns beten.
Ja, die Ukraine, dieses schöne, reiche, intellektuelle, eigentlich europäische Land, wurde von einer schweren Zeit überrollt – des Streites unter Brüdern, des Kampfes mit der Tyrannei, der Täuschung des Volkes, der ökonomischen Stagnation, der psychologischen Erschütterung der meisten Ukrainer.

Sie haben in Ihren Massenmedien nur einen kleinen Teil des Alptraums gesehen, den sie uns hier auf allen Kanälen pausenlos und rund um die Uhr zeigen.

Das sind brennende Autoreifen im Zentrum von Kiew, Barrikaden, wo die einen jungen Ukrainer die anderen jungen Ukrainer zu Krüppeln schlugen und töteten. Es sind Jungs umgekommen, die versuchten, mit ihren leichten Schilden sich vor den Kugeln der professionellen Scharfschützen zu schützen. Es gibt keine Vergebung für die Szenaristen dieses Scharmützels.

Tatsächlich haben sich Hunderttausende Menschen im Zentrum von Kiew versammelt. Sie halfen den Demonstranten mit allem Notwendigen: mit Lebensmitteln, Medikamenten, mit Geld. Auf dem Maidan gab es ein richtiges Feldlazarett.

Das ganze Land klebte an den Fernsehern. Niemand konnte sich vorstellen, das so etwas in der Ukraine geschehen könnte.

Aber es geschah. Und zusätzlich beginnen jetzt Versuche der Militärinvasion aus Russland. Das ist eine hinterhältige und in unserer Zeit einfach unsinnige Aktion, unfassbar auf dem europäischen Kontinent. Es wird der Versuch unternommen, die Ukraine in drei Teile zu teilen, wie man es schon in Jugoslawien und in anderen Ländern tat.

Auch in Charkow gibt es Zusammenstöße, es gibt schon Verletzte und Tote, aber im Großen und Ganzen ist die Situation in unserer Stadt relativ stabil.

Wir können nicht sagen, wie die Entwicklung der Situation in der Ukraine weitergeht. Es gibt viele Möglichkeiten bis hin zu den am wenigsten vorhersagbaren Varianten. Irgendjemand hetzt die slawischen Völker wegen seiner finanziellen Interessen aufeinander.

Aber wir leben mit der Hoffnung, dass das Blutvergießen ein Ende findet, dass ein Machtsystem aufgestellt wird, das sein Land, sein Volk achtet. Das die, die jetzt die neue Ukraine bilden, weise genug dazu sind. Dass die jetzigen Ereignisse das Volk der Ukraine einigen und stärken, unabhängig davon, wo wer lebt – im Osten, Westen oder Süden des Landes. Dass die Aggression verschwindet, die Gemeinheit der Provokationen, dass Radikale und Banditen befriedet werden, das Betrüger und Abenteurer nicht die Gunst der Stunde gegen die Interessen des Volkes nutzen.

Sie fragen, was Sie den Leuten antworten sollen, die fragen, wie es hier geht? Leider ist das sehr unklar. Aber die überwältigende Zahl der Leute will, dass die Ukraine eins bleibt. Und viele sind in dieser Zeit zu größeren Patrioten geworden, als sie es früher waren. Ich denke, was jetzt hier vor sich geht, bringt die Ukraine Europa mit seinen Kulturwerten näher.

Es ist jetzt eine Zeit der Zunahme der Aggressionen in der Welt. Aber es ist eins, wenn man das aus tausend Kilometer Entfernung im Fernsehen sieht, und etwas ganz anderes, wenn es in der Straße nebenan im eigenen Land passiert. Es ist eine große menschliche Katastrophe, für viele ein großes psychologisches Trauma.

Wir können jetzt einfach nicht verstehen, wie das alles für die Ukraine enden wird. Wer spielt die ukrainischen Karte? Wird er verlieren – oder die Ukraine und Europa? Wir leben in ständiger Anspannung – und natürlich in der Hoffnung auf Besseres.

Wir schätzen Ihren Wunsch, den Menschen in der Ukraine zu helfen, sehr hoch. Aber ich denke, es ist jetzt so schwierig, dass das praktisch unmöglich ist. * Wie man uns erzählt hat, konnte eine humanitäre Hilfe, die zu der Zeit des Konfliktes und Blutvergießens in Kiew aus Polen kam, nur mit sehr großen Schwierigkeiten die bürokratischen und andere Hürden überwinden. Wir haben nicht einmal erfahren, ob sie tatsächlich zu den Demonstranten durchgedrungen ist?! Ja, Ihnen ist das ja gut bekannt. Wenn sich das ändert, werde ich es Ihnen gern mitteilen.

Kriege und Umstürze haben immer die einfachen Leute ärmer und schutzloser gemacht.

Immer denke ich mit großer menschlichen Wärme an Sie. Mögen solche Ereignisse Sie niemals treffen. In uns haben Sie immer Freunde in der Ukraine, die Sie achten und lieben.

(Chefarzt)

*Anmerkung der Übersetzerin und Vereinsvorsitzenden:
Auf den Maidan etwas zu schicken, ist sicher sehr schwierig. Es ist aber möglich, an unsere Partner Hilfsgüter zu schicken. Die Hilfsgüter werden nicht sofort in Gebrauch genommen werden können - aber nach der Entzollung kommt es Menschen zugute, die diese Hilfe jetzt dringender denn je brauchen.
Drei Transporte haben wir in diesem Jahr bereits geschickt, der nächste wird gerade vorbereitet.