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Aktuelles

Als PDF zum Ausdrucken finden Sie unsere Dankbriefe auf der Seite Dankbriefe

 

Lobetal, Juli/August 2021

Liebe Freunde,

Ende Juli erhielten wir einen Brief aus Rivne. Dort ist in einer Gemeinde ein umfangreicher Dienst für Menschen mit Behinderungen gewachsen. Seit ein paar Jahren kennen wir diese Arbeit und dürfen sie mit unseren Transporten unterstützen. Den Brief möchte ich Ihnen heute in Auszügen weitergeben:

„Herzlichen danken wir Ihnen allen, die Sie dazu beitragen, dass bedürftige Menschen in der Ukraine die nötige Hilfe und Unterstützung erhalten! Danke, dass Sie sich an dem Dienst für Menschen mit besonderen Bedürfnissen „Du bist nicht allein“ beteiligen und alles Mögliche dafür tun, dass unsere Arbeit einfacher und effektiver wird.

Kurz ein paar Worte zu uns. Wir sind wieder im gewöhnlichen Rhythmus unseres Dienstes. Im letzten halben Jahr, besonders seit dem Beginn des Sommers, ist die Erkrankungshäufigkeit an Corona sehr zurückgegangen. Die Ukraine ist in der grünen Zone und die meisten Einschränkungen wurden aufgehoben. So haben wir Unterrichtsgruppen, festliche Treffen, Ausflüge durchgeführt und wieder Gottesdienstbesuche unserer Freunde (im Rollstuhl) organisiert.
In diesem Sommer wurden schon 4 Freizeiten durchgeführt, bei denen sich 185 Personen mit Behinderungen erholen konnten, 65 von ihnen sind Kinder.

Was die humanitäre Hilfe betrifft: sie ist immer aktuell. Die Zahl der Leute, die um humanitäre Hilfe bitten, ist angewachsen. Das hat zwei Gründe:
Zum einen verbreitet sich die Information, dass man hier kostenlos humanitäre Hilfe bekommen kann. Manchmal schicken Krankenhäuser und andere Missionen Menschen in Not zu uns. Ständig lernen wir neue Leute kennen, hören, was sie besonders brauchen und versuchen zu helfen.
Zweitens hat das Coronavirus seine Spuren hinterlassen. Viele ältere Leute, die erkrankt waren, haben jetzt mit einer Verschlechterung ihres allgemeinen Gesundheitszustandes zu tun. Der eine kann nun nur noch schlecht gehen, ein anderer liegt im Bett, andere haben weitere Probleme.

Manche bitten um Hilfe, weil sie in schwerer materieller Not sind. In solchen Fällen helfen wir mit Graupen, Konserven und Hygieneprodukten. Die am häufigsten gefragten Dinge sind: Rollstühle, Inkontinenzmaterial (Pampers für Erwachsene und Kinder), Pflegebetten, Krücken, Gehwagen, Verbrauchsmaterialien für den künstlichen Darmausgang, Matratzen gegen das Durchliegen, normale Matratzen, und Bekleidung. Manchmal müssen wir absagen, da uns einige Sachen schon ausgegangen sind. Jetzt, zum Beispiel, haben wir keine Rollstühle, Gehwagen und keine Krücken mehr…

Einige Worte zu den Formalitäten. Jetzt gibt es Schwierigkeiten mit der Zollfreigabe der Lieferungen. Das ist ein sehr zeitraubender Prozess. Das alles könnte wesentlich vereinfacht werden, wenn wir unsere Dokumente nicht nach Kiew, sondern nach Rovno schicken könnten. Die örtlichen Behörden kennen unsere Tätigkeit gut.

Eine wichtige Ausrichtung unseres Dienstes ist die kostenlose physiotherapeutische Rehabilitation. Wir helfen den Menschen mit Einschränkungen, ihr physisches Befinden zu verbessern oder sich unter den neuen Bedingungen nach einem Trauma, einem Schlaganfall, zurechtzufinden. Kinder (meistens mit Zerebralparese) sollen Grundfertigkeiten unter ihren besonderen Voraussetzungen lernen. Muskeln werden aufgebaut und das Nervensystem gestärkt. Mit Gottes Hilfe sehen wir nun, nach fünf Jahren unserer Arbeit auf diesem Gebiet, positive Ergebnisse in der Gesundheit und dem Leben sowohl der Erwachsenen als auch der Kinder!
Eine ausländische Mission hat uns geholfen, dieses Projekt zu starten. Mit ihnen hatten wir vereinbart, dass wir nach dem Start dieser Arbeit und wenn es einige Zeit läuft, selbstständig nach Partnern suchen.
Dank ihrer Hilfe haben wir jetzt 4 qualifizierte Rehabilitologen (zwei für Kinder, zwei für Erwachsene) und zwei hergerichtete und ausgestattete Behandlungsräume. Im vergangenen halben Jahr haben 126 Erwachsene und 56 Kinder mit besonderen Bedürfnissen einen Kurs der physischen Rehabilitation und Gesundheitsförderung durchlaufen.

Jetzt suchen wir neue Partner für die Unterstützung dieses Projektes, damit die physiotherapeutische Rehabilitation nicht aufhört. Das ist sehr wichtig, da die Kosten für eine private Behandlung in der Ukraine sehr hoch sind. Wir bitten Euch, uns in dieser Sache im Gebet zu unterstützen! Und wenn Ihr eine Idee habt, an wen wir uns wenden könnten – so wäre das eine kostbare Information für uns.

Wir planen, noch eine Freizeit für Kinder im Rollstuhl durchzuführen. Im Herbst wollen wir die Seminargruppenarbeit wieder starten, die physiotherapeutischen, Behandlungen, die Treffen - all das, was wir immer machen.

Die Ausgabe der humanitären Hilfe läuft das ganze Jahr über, ohne Pause. Obwohl in der Ukraine die dritte Welle der Coronafälle vorausgesagt wird, legen wir alles in Gottes Hand und vertrauen Ihm. Wir werden auf die jeweilige Situation reagieren.

Hier schicken wir Ihnen ein Foto von der Verteilung Ihrer humanitären Hilfe. Die meisten Sachen haben wir bei den Freizeiten verteilt. Es ist sehr gut, wenn die Leute sich selbst alles aussuchen können, was sie gerade brauchen: den passenden Rollstuhl, die nötigen Inkontinenzvorlagen und Bekleidung…


Seid gesegnet und behütet von unserem Herrn! Möge Er Euch helfen in eurer Arbeit und Euch reichlich segnen!!!“

Diesen Wünschen schließen wir uns an und grüßen Sie herzlich
das Team der Ukraine-Hilfe Lobetal mit Elisabeth Kunze


 

Lobetal, Mai / Juni 2021

Sehr geehrte, liebe Freunde,
wir danken Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Unterstützung! Danke für die Spenden, die Sie zu uns bringen, danke für Postpakete und Geldspenden! Danke für Ihr Weitersagen und danke für Ihre Gebete für unsere Freunde in der Ukraine und für unsere Arbeit hier!
Heute habe ich Nachrichten aus dem Gebiet Lugansk für Sie. Dort konnten die Hilfsgüter, die wir Anfang Mai geschickt hatten, schon verteilt werden. Für die Abwicklung der umfangreichen Formalitäten ist Jelena verantwortlich. Von ihr erhielten wir am 1. Juni ein erstes Echo:
„Eure Lieferung für das Gebiet Lugansk haben wir an 9 Kirchen verteilt, die sich aktiv im Dienst der Barmherzigkeit und der sozialen Arbeit einsetzen.
Menschen in verschiedenen Städten: Lysychansk, Severodonesk, Rubjeschnoje, Novodruschesk, Pryvolja, Seversk, Bachmut, Soledar konnten sehr benötigte Sachen erhalten.
Wir danken Ihnen sehr für die Haushaltstechnik!
Ein Rehabilitationszentrum für Mütter mit Kindern erhielt eine Waschmaschine und Sportgeräte. Dafür danken sie sehr!
Für die Durchführung der Gottesdienste wurden ein Fernseher und Lautsprecher gebraucht. Dieser Bedarf konnte gedeckt werden. 
Die kinderreiche Familie eines kirchlichen Mitarbeiters dankt sehr für den Backofen.
Besonders gefreut haben sich die Kinder und Jugendlichen über die Fahrräder. Familien, die keine Mittel haben, sich welche zu kaufen, erhielten diese.
Die Kerzen kommen sehr gelegen. Oft wird der Strom abgeschaltet. Da helfen uns die Kerzen sehr!
Möbel, Stühle, Tische, Betten und Matratzen – das ist das, was es in Rehabilitationszentren und Bethäusern oft fehlt.
Das Geschirr ist ein wirklicher Segen für viele Familien!
Für die Pflegebetten danken die Krankenhäuser sehr! Besonders jetzt, in der Zeit der Pandemie, sind die Krankenhäuser überfüllt. Diese Betten gingen gleich in die Infektionsabteilungen.
Bekleidung, Schuhe und Bettzeug werden ebenfalls immer sehr geschätzt.
Pampers und medizinische Materialien sind ein Segen für Familien, in denen es einen kranken, liegenden Angehörigen gibt.
Mütter mit kleinen Kindern sind begeistert von den Kinderwagen für ihre Jüngsten.
Die Rollstühle können wir ebenfalls sehr gut gebrauchen, da wir auch Menschen mit Behinderungen helfen.“

Zwei Tage später, am 3. Juni, schickt sie uns diese Bilder und kurzen Berichte:

Das ist Familie Davyschniy. Die alleinstehende Mutter erzieht 4 Kinder. Und jetzt liegt sie mit einer ernsten Diagnose im Krankenhaus. Sie soll operiert werden. Die Kinder nahmen die humanitäre Hilfe für sie in Empfang.  Für sie kamen die medizinischen Materialien wie gerufen, die wir ihr extra übergeben haben. Die Mutter ist sehr dankbar für eine solche Hilfe.

 


Das ist Familie Opalko. Die Mutter ist alleinstehend. … Kindersachen brauchten sie sehr nötig, außerdem Pampers, medizinische Materialien, Bettzeug und anderes... Der Mann hat sie verlassen. Die Frau arbeitet nicht bis das jüngste Kind anderthalb Jahre alt ist. Der älteste Sohn hat eine Ausbildung begonnen. Sie leben von der sozialen Unterstützung und von ihrer kleinen Wirtschaft. Sie brauchen die Hilfe sehr nötig.

 

Das ist Familien Asarenko. Sie sind umgesiedelt aus Gorlovka. Dort haben sie alles verloren. … Von Null haben sie wieder angefangen… Darum freuen sie sich über alles. Sie benötigen buchstablich alles: von Möbeln bis zur Bekleidung. … Für die Hilfe danken sie sehr!

 

 

Im April und Mai waren es folgende Organisationen, die die Sendungen erhalten haben:
Eine in Kiew registrierte Christliche Organisation „Evangeliums-Barmherzigkeit und Wort des Lebens“, die in den Frontgebieten Hilfe leistet, hat zwei Lieferungen bekommen. Die erste wurde im Gebiet Donezk, die zweite im Gebiet Lugansk verteilt. Da beide Lieferungen zuvor in Kiew genehmigt wurden, konnten die Hilfsgüter sofort an die Bedürftigen, an Rehazentren, Bethäuser und Krankenhäuser verteilt werden.

Zwei Lieferungen gingen nach Chernihiv an eine christliche Organisation „Barmherzigkeit und geistliche Wiedergeburt“. Die Hilfsgüter werden von dort im ganzen Oblast Chernihiv verteilt.

Je eine Lieferung erhielt ein Humanitärer Fond „Einheit der Gemeinschaft“ in Odessa und die christliche Wohltätigkeitsorganisation „Neues Leben“ in Nikopol.

Hier habe ich noch Auszüge aus einem Bericht aus Chernihiv, von Pastor Pjotr:

Die Quarantäne hat starke Auswirkungen auf die Familien. Viele Menschen wurden arbeitslos.  Rentner erhalten eine kümmerliche Rente. Darum haben wir während der ganzen Zeit der Quarantäne die Arbeit unserer Mission nicht eingestellt. Wir haben die Menschen mit Bekleidung, Schuhen, Bettwäsche, Rollstühlen und vielem anderen unterstützt. Wir danken Euch und Eurem Team für die vielen guten Sachen, für die viele Arbeit der Vorbereitung,  Zusammenstellung und des Versandes der humanitären Hilfe nach Chernihiv. Vielen Dank für die Computer, die Ihr geschickt habt. Einen Teil der Computer und Drucker haben wir in die Fachschule für Landwirtschaft in Sosnitzkiy gegeben. Kürzlich war ihnen das Computerkabinett abgebrannt und sie hatten keine Geräte mehr.

Sie erhielten auch Möbel, Stühle, Bekleidung, Bettzeug, Reinigungswagen und anderes.

Außerdem haben wir Computer komplettiert mit Minitoren und Kabeln und an gläubige Familien gegeben. Mehr als 10 Familien erhielten funktionsfähige Computer, die Ihr uns geschickt habt. Gott sei Dank!


Liebe Freunde, Sie sehen: Es wird vieles gebraucht und breit verteilt. Danke, dass Sie dabei sind und diese Arbeit so tatkräftig unterstützen! Danke für Ihre Zeit und Kraft und Liebe, die Sie hier einbringen!

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Elisabeth Kunze

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Lobetal, im April 2021

Liebe Freunde,
wir haben Grund zu danken!
In den letzten Wochen erreichten uns viele Spenden, Geldspenden, Pakete und Sachen unterschiedlicher Art. Mit den Sachspenden können wir immer einen Lkw nach dem anderen füllen. Mit den Geldspenden helfen Sie uns, die Arbeit weiterzuführen und die Transportkosten zu decken. Wir freuen uns ebenfalls über die konkreten Spenden für Lebensmittel!

Wir danken Ihnen ganz herzlich für jede Unterstützung!
Gemessen an all der Not ist das alles eine kleine, aber doch ganz praktische Ermutigung in schwerer Zeit.

Liebe Freunde, die Ukrainer sind von der Pandemie noch mehr betroffen als wir! Viele Menschen sterben, einige sind von längerer Krankheit und Kraftlosigkeit betroffen. Pflegekräfte sind überlastet.
Andere Menschen wurden arbeitslos – und sind dadurch von Hunger bedroht. Dazu kommt die Angst vor einer Verschärfung des Krieges. Das alles geht schon so lange! Den Menschen schwindet der Glaube, die Hoffnung, die Kraft…
Jede Hilfe, jede Aufmerksamkeit zählt!
Unsere Partner in der Ukraine berichten von der Not – und von ihrer Entschlossenheit, ihre Arbeit fortzusetzen. Sie besuchen Einsame, bringen etwas zu essen. Sie verteilen die humanitäre Hilfe – auch wenn das jetzt durch Lockdown und Quarantäne schwieriger ist und länger dauert als sonst.     

 

 

 

 

Bilder von der Verteilung aus Ternopol

Mich erschüttert, dass uns mehr Bitten um Brot, um Lebensmittel erreichen.

Eine Gemeinde in Odessa fragt an, ob wir auch mit Lebensmittelpaketen helfen können. Team „Smile“ in Druzhkowka berichtet von der Hoffnung der Familien auf ein Lebensmittelpaket zum Osterfest, das in der Ukraine am 2. Mai gefeiert wird. Auch einsame alte Menschen brauchen solche Hilfe.

  Lebensmittelhilfe in Druzhkowka

In Gorske wollen sie wieder anfangen, den Kindern einmal in der Woche etwas zu essen zu geben. Die Bergarbeiter der Stadt erhalten seit Anfang dieses Jahres nur die Hälfte ihres Lohns ausgezahlt. Wie sollen sie davon ihre Kinder durchbekommen? Ein Witwer, Vater von 3 Kindern, berichtet uns, dass er von seinem Lohn, ca. 220 Euro, für die Arbeit unter Tage, seit Januar nur etwa die Hälfte ausgezahlt bekommt.
Wie soll er mit 110 bis 120 Euro die Familie einen Monat lang ernähren?

Junge Leute in Lutzk gingen schon vor Corona einmal pro Woche auf den Busbahnhof, um dort Essen an Bedürftige auszugeben. Es kommen immer mehr Leute. Sie bringen jetzt zweimal pro Woche ein großes Gefäß mit Nudeln, Brei oder Suppe, dazu Brot und Tee. Ca. 60 Leute warten darauf, davon etwas zu bekommen. Alte Leute, Obdachlose, arme Menschen, auch Kinder und junge Leute sind dabei.

Wir sind betroffen von dieser Not!
Wir machen weiter und versuchen zu helfen, so gut es von hier aus geht.

Danke, dass Sie dabei sind!
Danke, dass Sie die Menschen in der Ukraine mit Ihren Gebeten begleiten!
Danke für jede hilfreiche Sachspende!
Danke für Ihre finanzielle Unterstützung!

Unsere ukrainischen Freunde schreiben oft zu ihren Berichten: Was wir hier tun, ist nicht allein das Verdienst unseres Teams. Gemeinsam mit Ihnen, jeder an seinem Platz, haben wir dazu beigetragen, Gutes zu tun, Menschen zu erfreuen und zu stärken. Wir danken Gott für Sie und für diese Möglichkeiten! Gern wollen wir weiterhin Gutes tun.

So grüßt Sie herzlich
das Team der Ukraine-Hilfe Lobetal mit Elisabeth Kunze

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Lobetal im März 2021

Liebe Freunde,
darf ich Ihnen die Geschichten zu zwei außergewöhnlichen Transporten erzählen?

Eine Ukrainerin ruft an und erzählt mir, dass sie jetzt 15 Betten in ihre Heimatstadt schicken will. Sie lebt schon lange in Deutschland. Als ihr Vater vor zwei Jahren nach einem Unfall ins Krankenhaus musste, besuchte sie ihn. Da erschrak sie über die Ausstattung der Gesundheitseinrichtung.

Seitdem suchte sie nach Möglichkeiten, dort zu helfen. Jetzt war sie sehr glücklich: Ein Krankenhaus in Deutschland sonderte aufgrund einer Modernisierung Pflegebetten aus. Diese konnte sie bekommen. Sie bestellte einen Lkw und sammelte Geld für die Transportkosten, unter Freunden und Bekannten und in ihrer Kirche. Kurz vor dem Transportdatum erfuhr sie, dass man für die Ausfuhr auch Papiere braucht … und so wandte sie sich auf Rat des Spediteurs an uns mit der Bitte um Hilfe und Unterstützung.
So kurzfristig! Und es gab einiges zu klären! …

Und dann hat der Transport geklappt!

Zu den Betten konnten noch viele weitere gute Hilfsmittel und Krankenhausbedarf zugeladen werden – von einem weiteren Unterstützer und hier bei uns.

Alles ist inzwischen gut in der Ukraine angekommen. Jetzt warten wir auf die Zollfreigabe und die Übergabe der Hilfsgüter in das Kreiskrankenhaus in ihrer Heimatstadt Horokhiv/Oblast Lutzk.

Ist es nicht zum Staunen, was ein Mensch bewegen kann, wenn er für die Sache brennt?

Der zweite besondere Transport:
Ende 2019 bat uns eine Baptistengemeinde im Gebiet Odessa um Unterstützung. Sie berichteten von viel Armut und Bedürftigkeit, besonders von Menschen mit Behinderungen.

Da die Gemeinde noch nicht als Empfänger von humanitärer Hilfe registriert war, mussten wir einen für uns komplizierten Weg gehen:

Zuerst sollten wir die Ladeliste einer möglichen Hilfsgütersendung zusammenstellen, dazu die Schenkungsurkunde ausschreiben. Diese sollte die Gemeinde in Odessa beim Sozialministerium in Kiew einreichen.

Immer wieder kamen Bitten um Änderungen, zusätzliche Unterlagen. Im Oktober 2020 haben wir noch einmal neue Papiere ausgestellt. Die wurden dann tatsächlich bestätigt.

Dann ging es bei uns los: Woher bekommen wir jetzt genau die Sachen, die wir uns vor mehr als einem Jahr ausgedacht haben? Eine Spendensammlung ist ja kein Kaufhaus oder Warenlager, wo man sich aussucht, was man gerade braucht!

Gewöhnlich suchen wir für die vorhandenen Spenden die passenden Empfänger aus – aber bei solchen schon genehmigten Listen sind wir genötigt, es anders herum zu machen.

Im März war es dann so weit: Wir konnten einen Lkw ins Gebiet Odessa losschicken. Der war richtig voll – nur mit Dingen, die auch auf der Liste standen!
Das erstaunliche kommt dann: Die Zollfreigabe in Odessa war mit der genehmigten Liste in wenigen Stunden erledigt. Dann konnte der Lkw zum Gemeindehaus fahren und wurde entladen. Alles kann sofort verteilt und genutzt werden!

Das ist eine große Freude! So hat sich der Aufwand gelohnt!

Hier ein Foto vom Tage der Entladung in Odessa: